Marcello kämpft um seine Form und dem Stammplatz

Einer der Erfolgsgaranten der letzten Jahre bei Real Madrid war zweifellos der Brasilianer Marcello, bildete er doch zusammen mit Christiano Ronaldo in all den erfolgreichen Jahren ein Traumpaar auf der linken Seite der Madrilenen. Viermal konnte er jeweils die UEFA Champions League, den Klub-Weltmeistertitel und die nationale Meisterschaft feiern, sowie zweimal den Pokal.

Aber nun scheint sich eine Wende abzuzeichnen. Die goldenen Zeiten, in denen er noch als unantastbar auf seiner Position galt, sind vorbei. Zuletzt kam der 30-jährige unter dem neuen Coach Santiago Solari kaum noch zum Einsatz und das Talent aus den eigenen Reihen der Madrilenen, Sergio Reguilon, erhielt stets den Vorzug. Die Statistik spricht auch nicht für den Brasilianer. Wenn er zum Einsatz kam, gewannen die Madrilenen nur eine von neun Partien, spielte Reguilon auf seiner Position, konnte Real die letzten neun Spiele gewinnen.

Aber es wäre nicht der Kämpfer Marcello, wenn er sich jetzt ausruhen wurde und im Internet bei Lucky Nugget spielen, sondern er werde, so sagte er in einer Pressekonferenz, weiter hart an sich arbeiten. Doch schon werden erste Spekulationen laut, die ihn mit Juventus Turin in Zusammenhang bringen, wo ja bekanntlich Ronaldo spielt.

Die Karriere des Sergio Ramos

Marcelo Vieira da Silva Júnior, wie er offiziell heißt, wurde am 12. Mai 1988 in Rio de Janeiro geboren und spielte zunächst in der Nachwuchsmannschaft von Fluminense. Da er aus eher bescheidenen Verhältnissen stammt und die Busreisen zu seinem Team relativ teuer waren, wollte er schon vorzeitig seine Karriere beenden. Dank der Unterstützung durch seine Großeltern kam es nicht dazu und so feierte er 2005 sein erstes Spiel in der A-Mannschaft.

2006 holte ihn Real Madrid als Nachfolger seines Landsmanns Roberto Carlos. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, vor allem hinsichtlich seiner mangelnden Defensivarbeit, konnte er sich letztendlich durchsetzen und wurde zu einer festen Größe in der Stammelf der Madrilenen.